Integriertes Managementsystem (IMS) | Bureau Veritas
Integrierte Managementsysteme als Erfolgsfaktor moderner Unternehmensführung
Die Anforderungen an Unternehmen wachsen stetig: Komplexe Märkte, stärkere regulatorische Vorgaben sowie der Anspruch, verantwortungsvoll zu wirtschaften, erfordern klare Strukturen, transparente Prozesse sowie einen ganzheitlichen Blick auf Unternehmensziele und -entwicklung.
Integrierte Managementsysteme (IMS) bieten genau das: Sie verzahnen unterschiedliche Managementbereiche wie Qualität, Umwelt oder Arbeitssicherheit zu einem einheitlichen System, nutzen bestehende Synergien und helfen dabei, gesetzliche sowie normative Anforderungen effizient zu erfüllen. Der integrierte Ansatz schafft dabei nicht nur Vertrauen bei Kunden und Partnern, sondern stärkt zugleich auch die interne Leistungsfähigkeit, fördert die kontinuierliche Verbesserung und trägt dazu bei, die Resilienz gegenüber potenziellen Störungen zu erhöhen.
Bureau Veritas Certification bietet integrierte Audits an, die eine gleichzeitige Bewertung mehrerer Managementsysteme im Rahmen eines integrierten Zertifizierungsverfahrens ermöglichen.
Ganzheitliche Steuerung komplexer Anforderungen
Effizienzsteigerung und Kostenreduktion durch strukturierte Prozesse & Synergien
Systematische Umsetzung gesetzlicher & normativer Vorgaben zur Stärkung der Compliance
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Definition: Was ist ein integriertes Managementsystem (IMS)?
Ein integriertes Managementsystem (IMS) vereint die Anforderungen und Prozesse mehrerer einzelner Managementsysteme – z. B. für Qualität, Umwelt, Energie oder Arbeitsschutz – in einem harmonisierten, übergreifenden System.
Ziel ist es, bestehende Synergien zu nutzen, Doppelstrukturen zu vermeiden und die Effizienz innerhalb des Unternehmens zu erhöhen. Möglich wird dies durch die gemeinsame Struktur, die den meisten Managementsystemnormen zugrunde liegt. Diese führt zu Überschneidungen von Anforderungen, die sich gut in einem systemübergreifenden IMS zusammenbringen lassen.
Vom Nebeneinander zum Miteinander:
Das integrierte Managementsystem
Was sind die Vorteile eines integrierten Managementsystems?
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Steigerung der Effizienz
Ein IMS vermeidet Doppelstrukturen sowie redundante Prozesse und führt zu strukturierten Abläufen.
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Schonung von Ressourcen
Eine gelungene Integration reduziert den personellen, zeitlichen und finanziellen Aufwand.
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Verbesserte Compliance
Einheitliche Regelungen sowie klare Strukturen und Verantwortlichkeiten erhöhen die Compliance.
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Geringere Kosten
Durch Synergieeffekte und kombinierte Audits reduzieren sich die anfallenden Kosten.
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Umfassende Risikobewertung
Der Einbezug verschiedener Perspektiven ermöglicht eine ganzheitliche Risiko- und Chancenanalyse.
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Höhere Akzeptanz
Klare Ziele und Verantwortlichkeiten fördern die Akzeptanz des Managementsystems und dessen Wirk- samkeit bei der Zielerreichung.
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Stärkere Flexibilität
Neue Anforderungen, z. B. durch weitere Normen, lassen sich schneller in ein bestehendes IMS integrieren.
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Mehr Transparenz
Einheitliche sowie strukturierte Prozesse und Vorgaben erhöhen die Transparenz im Unternehmen.
Gemeinsam stärken die genannten Vorteile die Resilienz des Unternehmens und fördern ein schnelles, fachbereichsübergreifendes Handeln bei unvorhergesehenen Krisen und Störungen.
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Welche Normen lassen sich gut in ein Managementsystem integrieren?
Zu einem IMS lassen sich besonders gut Normen zusammenführen, die eine gemeinsame Struktur, Terminologie und Kernanforderungen teilen. Dies sind unter anderem:
High Level Structure (HLS) bzw. Harmonized Structure (HS) als Grundlage eines IMS
Die High Level Structure (HLS) – auch bekannt als Harmonized Structure – stellt die gemeinsame Grundstruktur moderner Managementsysteme dar. Sie definiert eine einheitliche Struktur, gibt Kernaussagen vor und legt relevante Begriffe fest.
Dank der harmonisierten Architektur lassen sich die Anforderungen aus unterschiedlichen Normen, z. B. aus den Abschnitten Kontext der Organisation, Führung, Bewertung der Leistung oder Verbesserung, effizient in einem integrierten Managementsystem zusammenführen.
Die High Level Structure (HLS) in der Übersicht

2021 wurde die sogenannte Harmonized Structure (HS) eingeführt. Dabei handelt es sich um eine Weiterentwicklung der bisherigen High Level Structure, die geringfügige inhaltliche sowie begriffliche Anpassungen enthält. Der grundsätzliche Aufbau bleibt jedoch bestehen.
Die Harmonized Structure löst die HLS nach und nach ab, d. h. mit jeder Revision werden die entsprechenden Normen an die HS angeglichen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu integrierten Managementsystemen
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Welche Normen werden in integrierten Managementsystemen typischerweise unterstützt?
Typischerweise unterstützen integrierte Managementsysteme eine Kombination aus ISO-Normen, die verschiedene Bereiche wie Qualität, Umwelt, Arbeitssicherheit und Informationssicherheit abdecken.
Häufig werden in diesem Kontext die folgenden Normen in einem IMS zusammengeführt:- ISO 9001 (Qualitätsmanagement)
- ISO 14001 (Umweltmanagement)
- ISO 50001 (Energiemanagement)
- ISO 45001 (Arbeitsschutzmanagement)
- ISO 27001 (Informationssicherheitsmanagement)
- ISO 27701 (Datenschutzmanagement)
- ISO 22301 (Business Continuity Management)
Zudem lassen sich integrierte Managementsysteme flexibel um branchenspezifische Normen und Anforderungen erweitern, um individuelle Risiken, regulatorische Vorgaben und Marktbesonderheiten gezielt abzubilden. So können beispielsweise Unternehmen der Automobilindustrie ihr IMS um die IATF 16949 ergänzen oder Unternehmen der Lebensmittelindustrie die ISO 22000 aufnehmen.
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Wie ist der Aufbau eines integrierten Managementsystems?
Der Aufbau eines integrierten Managementsystems basiert auf einer gemeinsamen Struktur, die mehrere Managementbereiche systematisch miteinander verknüpft. Ziel ist es, Prozesse, Verantwortlichkeiten sowie Dokumentationen so zu gestalten, dass sie übergreifend funktionieren und normkonform sind.
Der typische Aufbau eines IMS umfasst unter anderem die folgenden Elemente:- Gemeinsame Managementgrundlagen wie Unternehmenspolitik, Ziele und Kennzahlen sowie Risikomanagement
- Prozessorganisation und Schnittstellenmanagement
- Zentrale Koordination von Rollen und Verantwortlichkeiten
- Technische und organisatorische Integration
- Dokumentation und Nachweisführung in einem integrierten Managementhandbuch
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Wie läuft die Zertifizierung eines IMS ab?
Es existiert keine separate Zertifizierungsnorm für integrierte Managementsysteme. Das bedeutet, dass jedes Managementsystem einzeln überprüft und zertifiziert wird.
Der Vorteil von integrierten Zertifizierungen besteht jedoch darin, dass mehrere Normen in einem Audit gemeinsam geprüft werden können, was Zeit und Kosten spart. -
Welche Voraussetzungen müssen für die Zertifizierung erfüllt sein?
Für die Zertifizierung eines integrierten Managementsystems müssen Unternehmen ein dokumentiertes System vorweisen, das die Anforderungen der relevanten Normen (z. B. ISO 9001, ISO 14001 oder ISO 45001) erfüllt.
Dazu gehören unter anderem klar definierte Prozesse, regelmäßige interne Audits, eine durchgeführte Managementbewertung sowie der Nachweis, dass rechtliche und andere Anforderungen, wie z. B. gesetzliche, normative oder Kundenvorgaben, systematisch berücksichtigt werden.
Warum eine integrierte Zertifizierung durch Bureau Veritas Certification?
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