DIE TOP 5 GEFAHREN FÜR IHRE DATENSICHERHEIT: WORAUF JEDES UNTERNEHMEN DRINGEND ACHTEN SOLLTE

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Cyberkriminelle machen keine Sommerpause: Die größten Cyber-Risiken während der Urlaubszeit

Jul 27 2026

Während Mitarbeitende im Urlaub sind, bleiben Angreifer aktiv

Die Sommer- und Urlaubszeit gilt für viele Unternehmen als Phase mit reduzierter Auslastung. Gleichzeitig entstehen jedoch Bedingungen, die Cyberkriminelle gezielt ausnutzen können. Weniger verfügbares Personal, verzögerte Reaktionszeiten, Vertretungsregelungen und eine eingeschränkte Überwachung kritischer Systeme können dazu führen, dass Sicherheitsvorfälle später erkannt werden als im regulären Geschäftsbetrieb.

Während digitale Infrastrukturen rund um die Uhr verfügbar bleiben, reduzieren viele Unternehmen in den Ferienzeiten ihre personellen Ressourcen. Dadurch können Angriffe länger unentdeckt bleiben und bestehende Sicherheitslücken größere Auswirkungen entfalten. Vor dem Hintergrund zunehmender Cyberbedrohungen gewinnen Themen wie Data & IT Security, Datenschutz und ein systematischer Umgang mit Cyber-Risiken weiter an Bedeutung.

Die Urlaubszeit schafft dabei keine neuen Bedrohungen – sie verstärkt bestehende Schwachstellen. Unternehmen sind daher gefordert, ihre Sicherheitsmaßnahmen regelmäßig zu überprüfen, Schwachstellen frühzeitig zu identifizieren und ihre Cyber-Resilienz kontinuierlich zu stärken. Strukturierte Ansätze wie ein Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) nach ISO/IEC 27001 sowie gezielte Cyber Security Assessments können dazu einen wichtigen Beitrag leisten.

Die aktuelle Bedrohungslage: Cyberangriffe entwickeln sich weiter

Unabhängig von der Jahreszeit entwickeln sich Cyberbedrohungen kontinuierlich weiter. Ransomware, Phishing, kompromittierte Zugangsdaten und Angriffe auf digitale Lieferketten zählen zu den zentralen Ursachen schwerwiegender Sicherheitsvorfälle.

Die wirtschaftlichen Folgen erfolgreicher Cyberangriffe können erheblich sein. Produktionsausfälle, Betriebsunterbrechungen, Datenschutzverletzungen und Reputationsschäden belasten Unternehmen jeder Größe. Besonders in Phasen reduzierter Personalverfügbarkeit können sich diese Auswirkungen zusätzlich verschärfen.
 

Cyber-Risiken treffen besonders den Mittelstand

Rund 80 % der angezeigten Cyberangriffe richteten sich laut BSI-Lagebericht 2025 gegen kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Zudem wurden 950 Anzeigen wegen Ransomware-Angriffen registriert – 72 % davon standen im Zusammenhang mit Datenleaks.

Die Urlaubszeit ist daher nicht die Ursache steigender Cyber-Risiken – sie wirkt vielmehr wie ein Verstärker bereits bestehender Schwachstellen und macht deutlich, wie wichtig ein systematischer Umgang mit Cybersecurity ist.
Zusätzlich erhöhen regulatorische Anforderungen wie die NIS2-Richtlinie und der Cyber Resilience Act den Handlungsdruck auf Unternehmen, ihre Cybersecurity systematisch weiterzuentwickeln und ihre Resilienz nachhaltig zu stärken

Die Top 5 Cyber-Risiken während der Urlaubszeit

1. Phishing und Social Engineering

Phishing-Angriffe gehören weiterhin zu den häufigsten Einfallstoren für Cyberkriminelle. Gerade während der Ferienzeit steigt das Risiko, dass Mitarbeitende unter Zeitdruck arbeiten oder Aufgaben vertretungsweise übernehmen.
Gefälschte Rechnungen, Lieferbenachrichtigungen oder dringende Zahlungsaufforderungen können dabei gezielt genutzt werden, um Zugangsdaten zu stehlen oder Schadsoftware einzuschleusen.
Ein erfolgreicher Angriff beginnt häufig nicht mit einer technischen Sicherheitslücke, sondern mit einer einzigen unbedachten Handlung.

2. Kompromittierte Zugangsdaten und Identitätsangriffe

Viele erfolgreiche Cyberangriffe beginnen nicht mit dem Ausnutzen technischer Schwachstellen, sondern mit gestohlenen oder missbrauchten Zugangsdaten.

Gelangen Angreifer an gültige Benutzerkonten, können sie sich häufig unauffällig innerhalb der Unternehmensumgebung bewegen und Berechtigungen ausweiten, ohne sofort erkannt zu werden.

Während der Ferienzeit besteht ein zusätzliches Risiko: Ungewöhnliche Anmeldeaktivitäten oder verdächtige Zugriffe bleiben aufgrund reduzierter Personalverfügbarkeit möglicherweise länger unbemerkt. Je später ein Angriff erkannt wird, desto größer können die Auswirkungen auf das Unternehmen sein.

3. Ungepatchte Schwachstellen

Die Anzahl veröffentlichter Schwachstellen steigt kontinuierlich. Gleichzeitig stehen Unternehmen vor der Herausforderung, Sicherheitsupdates zeitnah zu bewerten und umzusetzen.
Während der Urlaubszeit werden Updates mitunter verschoben oder nachrangig behandelt. Dadurch bleiben bekannte Schwachstellen unter Umständen länger offen als geplant.
Angreifer nutzen solche Zeitfenster gezielt aus, um auf Systeme zuzugreifen oder sich weiter im Netzwerk auszubreiten. Ein strukturiertes Vulnerability Management gewinnt daher zunehmend an Bedeutung.

4. Risiken in der digitalen Lieferkette

Die zunehmende Vernetzung von Systemen macht Transparenz über Lieferanten, Softwarekomponenten und Zuständigkeiten zu einem entscheidenden Faktor moderner Cybersecurity.
Kommt es bei einem Partner zu einem Sicherheitsvorfall, können die Auswirkungen weit über die Grenzen der eigenen Organisation hinausreichen. Die Sicherheit der digitalen Lieferkette wird daher für viele Unternehmen zu einer immer wichtigeren Aufgabe.
 

5. Verzögerte Erkennung und Reaktion auf Sicherheitsvorfälle

Cyberangriffe können sich innerhalb kurzer Zeit ausweiten.
Werden Warnmeldungen, Log-Daten oder ungewöhnliche Aktivitäten nicht zeitnah erkannt und bewertet, können sich Angreifer innerhalb kurzer Zeit im Netzwerk ausbreiten und zusätzliche Systeme kompromittieren.
Gerade während der Urlaubszeit kann eine reduzierte Personalverfügbarkeit dazu führen, dass sicherheitsrelevante Ereignisse später erkannt oder bearbeitet werden.
Eine schnelle Erkennung und Reaktion auf Sicherheitsvorfälle ist daher ein zentraler Bestandteil moderner Cyber-Resilienz.

Holiday Cybersecurity Checklist

Was Unternehmen vor Beginn der Urlaubszeit überprüfen sollten

Bevor Mitarbeitende in den Urlaub gehen, empfiehlt es sich, zentrale Sicherheitsmaßnahmen noch einmal zu überprüfen:

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Holiday Cybersecurity Checklist

✓ Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) für alle kritischen Zugänge aktivieren

✓ überprüfen und Wiederherstellung testen

✓ Verantwortlichkeiten und Vertretungsregelungen für Sicherheitsvorfälle festlegen

✓ Monitoring- und Alarmierungsprozesse sicherstellen

✓ Zugriffsrechte externer Dienstleister überprüfen

✓ Notfallkontakte und Incident-Response-Pläne aktualisiere.

Bereits diese organisatorischen und technischen Maßnahmen können dazu beitragen, das Risiko erfolgreicher Cyberangriffe während der Ferienzeit deutlich zu reduzieren.
Entscheidend ist dabei nicht nur das Vorhandensein einzelner Sicherheitsmaßnahmen, sondern auch die Transparenz über Systeme, klar definierte Prozesse und eindeutige Verantwortlichkeiten. Gerade in Phasen reduzierter Personalverfügbarkeit zeigt sich, wie wichtig verlässliche Sicherheitsprozesse sind.
Cybersecurity ist daher längst mehr als eine technische Herausforderung. Sie betrifft Organisationsstrukturen, Prozesse, Lieferketten und regulatorische Anforderungen. Im Mittelpunkt steht nicht nur der Schutz einzelner Systeme, sondern die langfristige Stärkung der Cyber-Resilienz.

Warum Cyber-Resilienz mehr als einzelne Sicherheitsmaßnahmen bedeutet

Die beschriebenen Risiken treten nur selten isoliert auf. Häufig sind sie Ausdruck grundlegender organisatorischer oder technischer Schwachstellen – etwa fehlender Transparenz über Systeme und Assets, unklarer Verantwortlichkeiten, unzureichender Sicherheitsprozesse oder mangelnder kontinuierlicher Überwachung.

Unternehmen profitieren deshalb langfristig von einem ganzheitlichen Ansatz, der Risiken kontinuierlich identifiziert, bewertet und reduziert. Ziel moderner Cybersecurity ist es, die Handlungsfähigkeit eines Unternehmens auch unter außergewöhnlichen Bedingungen aufrechtzuerhalten, Sicherheitsvorfälle schnell zu erkennen und wirksam darauf zu reagieren.
Genau diese Fähigkeit wird unter dem Begriff Cyber-Resilienz zusammengefasst.

Mit zunehmender Digitalisierung, komplexeren Lieferketten und steigenden regulatorischen Anforderungen gewinnt sie für Unternehmen aller Branchen an Bedeutung. Cyber-Resilienz trägt dazu bei, Sicherheitsrisiken nachhaltig zu beherrschen und gesetzlichen sowie normativen Anforderungen gerecht zu werden.

Welche Maßnahmen Unternehmen jetzt ergreifen können

Ein wirksames Cybersecurity-Konzept basiert nicht auf einer einzelnen Maßnahme, sondern auf dem systematischen Zusammenspiel organisatorischer, technischer und regulatorischer Anforderungen.

Je nach Branche, Unternehmensgröße und Risikoprofil können unterschiedliche Maßnahmen sinnvoll sein. In der Praxis bewährt sich insbesondere die Kombination aus Managementsystemen, technischen Sicherheitsbewertungen und branchenspezifischen Standards.

Durch die Kombination dieser Maßnahmen lassen sich Cyber-Risiken frühzeitig erkennen, geeignete Schutzmaßnahmen ableiten und regulatorische Anforderungen systematisch berücksichtigen.

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Informationssicherheit als Grundlage einer resilienten Organisation

Cybersecurity ist kein einmaliges Projekt, sondern ein kontinuierlicher Prozess.

Unternehmen müssen ihre Sicherheitsmaßnahmen regelmäßig überprüfen, neue Bedrohungen bewerten und ihre Prozesse fortlaufend an veränderte technologische sowie regulatorische Anforderungen anpassen.

Standards wie ISO/IEC 27001, regulatorische Vorgaben wie der Cyber Resilience Act sowie branchenspezifische Normenreihen wie IEC 62443 bieten Unternehmen einen strukturierten Rahmen, um ihr Sicherheitsniveau aufzubauen und kontinuierlich weiterzuentwickeln.

In Zeiten zunehmender Digitalisierung wird Cyber-Resilienz zudem zu einem wichtigen Wettbewerbsfaktor. Unternehmen, die Cybersecurity strategisch betrachten, reduzieren nicht nur Sicherheitsrisiken, sondern stärken zugleich die Stabilität ihrer Geschäftsprozesse und das Vertrauen von Kunden, Partnern und Behörden.

Wie Bureau Veritas Unternehmen unterstützt

Bureau Veritas unterstützt Unternehmen dabei, Cybersecurity ganzheitlich und zukunftsorientiert umzusetzen.
Gemeinsam mit unseren Expertinnen und Experten entwickeln Unternehmen individuelle Lösungen, um ihre Cyber-Resilienz nachhaltig zu stärken, regulatorische Anforderungen zu erfüllen und ihre IT- sowie OT-Systeme langfristig abzusichern.
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Kontaktieren Sie uns, um mehr über unsere Cybersecurity-Dienstleistungen zu erfahren oder eine individuelle Beratung zu vereinbaren

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

  • Wie unterscheiden sich Vulnerability Assessment und Penetration Testing?

    Ein Vulnerability Assessment identifiziert bekannte Schwachstellen in Systemen, Anwendungen und Netzwerken und bewertet deren Risiko. Ein Penetration Test geht darüber hinaus: Dabei versuchen Sicherheitsexpertinnen und -experten kontrolliert, identifizierte Schwachstellen auszunutzen, um mögliche Angriffspfade und konkrete Auswirkungen realistisch zu bewerten. Beide Verfahren ergänzen sich und liefern gemeinsam eine fundierte Grundlage für gezielte Sicherheitsmaßnahmen.

  • Warum sollten Cyber Security Assessments regelmäßig durchgeführt werden?

    Cyberbedrohungen, Technologien und regulatorische Anforderungen entwickeln sich kontinuierlich weiter. Sicherheitsmaßnahmen, die heute wirksam sind, können daher zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr ausreichen. Regelmäßige Cyber Security Assessments helfen Unternehmen, Veränderungen im Risikoprofil frühzeitig zu erkennen, bestehende Schutzmaßnahmen zu überprüfen und ihre Sicherheitsstrategie gezielt weiterzuentwickeln.

  • Wie können Unternehmen ihre Cyber-Resilienz nachhaltig verbessern?

    Cyber-Resilienz entsteht nicht durch eine einzelne Sicherheitsmaßnahme, sondern durch das systematische Zusammenspiel organisatorischer Prozesse, technischer Schutzmaßnahmen und kontinuierlicher Risikoanalysen. Standards wie ISO/IEC 27001, regelmäßige Cyber Security Assessments und ein strukturiertes Vulnerability Management helfen Unternehmen dabei, Sicherheitsrisiken frühzeitig zu erkennen, wirksame Maßnahmen abzuleiten und ihre Widerstandsfähigkeit langfristig zu stärken.

  • Welche Maßnahmen sollten Unternehmen vor der Urlaubszeit umsetzen?

    Vor Beginn der Urlaubszeit sollten Unternehmen zentrale Sicherheitsupdates installieren, Multi-Faktor-Authentifizierung für kritische Zugänge aktivieren, Backups überprüfen und Wiederherstellungstests durchführen. Ebenso wichtig sind klar geregelte Vertretungen, aktuelle Notfallkontakte sowie funktionierende Monitoring- und Alarmierungsprozesse. So lässt sich sicherstellen, dass sicherheitsrelevante Ereignisse auch bei reduzierter Personalverfügbarkeit zeitnah erkannt und bearbeitet werden.

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