Beitrag René Kloberdanz

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Zwischen Brandschutz und Blaulicht: 
Wie für René Kloberdanz Beruf und Ehrenamt zusammenwirken

März 19 2026


Es ist zwei Uhr nachts, als das Piepen des Funkmeldealarms René aus dem Schlaf reißt. „B:Gebäude-Groß“ prangt auf dem kleinen Display des Pagers. Nur wenige Sekunden später steht er angezogen im Flur. Während er zügig die Jacke überstreift und in seine Schuhe schlüpft, öffnet der Rest der Familie bereits das Gartentor. Sie sind ein eingespieltes Team im Haus Kloberdanz und wissen: Kleine Handgriffe wie diese können im Ernstfall wichtige Sekunden einsparen – und damit Leben retten. Dann fährt René in die Nacht hinaus zum Gerätehaus und dann mit der Mannschaft dem Einsatzort entgegen. 

Seit gut vier Jahren sind Einsätze wie diese für René Kloberdanz Routine. Denn neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als Fachkraft für Arbeitssicherheit bei Bureau Veritas hat er sich ehrenamtlich der Freiwilligen Feuerwehr verschrieben. Sorgt er im beruflichen Kontext unter anderem dafür, dass Brandschutzvorgaben ordnungsgemäß eingehalten werden, rückt er in seinem Ehrenamt häufig genau dann aus, wenn der organisatorische Brandschutz versagt hat. Damit erlebt der Oranienburger oft hautnah, wie wichtig funktionierende Prävention ist, und wechselt regelmäßig zwischen zwei Perspektiven.
 

Renés Alltag zwischen Prävention und Brandbekämpfung

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René Kloberdanz

Während René im beruflichen Alltag vor allem Risiken bewertet, Brandschutz­konzepte prüft und Mitarbeitende für den Ernstfall sensibilisiert, begegnen ihm bei der Feuerwehr genau jene Situationen, die er im Büro zu verhindern versucht. 

„Im Einsatz sehe ich immer wieder unmittelbar, was passieren kann, wenn kleine Unacht­samkeiten große Folgen haben.“ 

Viele dieser Erfahrungen nimmt der Arbeits­schutz­experte mit in seine Brandschutz­schulungen und Unterweisungen. Er kann reale Szenarien schildern, weiß, wie sich Brandrauch tatsächlich verhält und welche Entscheidungen unter Zeitdruck relevant sind. 

Umfassende Ausbildung auf professionellem Niveau

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René Kloberdanz im Einsatz

Begonnen hat Renés Werdegang bei der Freiwilligen Feuerwehr Oranienburg, Ortsfeuerwehr Sachsenhausen, mit einer Ausbildung zum Truppmann. 

Es folgte Lehrgang auf Lehrgang: Funker, Erste Hilfe, Absturzsicherung, Atemschutzgeräteträger, Maschinist. Jede dieser Qualifikationen bringt die Ehrenamtler näher an den professionellen Standard der Berufsfeuerwehr. 

„Es ist alles wirklich sehr strukturiert, was ich damals selbst nicht erwartet hätte“, berichtet der Experte für Arbeitssicherheit. 

René
Kloberdanz
Ich glaube, vielen ist gar nicht bewusst, dass uns relativ wenig von der Berufsfeuerwehr unterscheidet. Für einen Außenstehenden ist in der Regel nicht erkennbar, wer hauptberuflich und wer ehrenamtlich tätig ist. Die Abläufe sind identisch.


Über 100 Einsätze im Jahr: Von herausfordernden und prägenden Momenten

Allein im vergangenen Jahr ist René über 100-mal ausgerückt. Einige Einsätze waren nur von kurzer Dauer, andere gingen über Stunden. „Als wir letztes Jahr eine Sturmphase hatten, waren wir teilweise bis in die Nacht hinein beschäftigt. Und am nächsten Morgen ging es dann weiter.“ Dabei erfahren die freiwilligen Einsatzkräfte immer wieder Wertschätzung. „Es ist ein schönes Gefühl, wenn Nachbarn uns arbeiten sehen und spontan Kaffee oder Getränke vorbeibringen. Einfach weil sie dankbar sind, dass wir da sind.“

Tierrettungen aus einem verqualmten Wohnhaus, herausfordernde Atemschutzeinsätze oder auch Reanimationen mit glücklichem Ausgang – vieles davon bleibt positiv in Erinnerung. Aber auch mitunter belastende Einsätze gehören zum Ehrenamts-Alltag dazu. „Man ist damit allerdings nie allein. Nach schwierigen Einsätzen gibt es Gespräche auf der Wache und bei Bedarf auch professionelle Unterstützung durch Psychologinnen und Psychologen.“ Obwohl dieses Engagement manchmal kräftezehrend sein kann, brennt René für sein Ehrenamt: „Der Gesellschaft auf diese Weise etwas zurückzugeben. Das ist es, was mich antreibt.“


Volle Rückendeckung durch die Familie

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René Kloberdanz

All das wäre ohne die volle Unterstützung seiner Familie nicht möglich, ist sich René sicher und spricht daher auch gerne von den „passiven Ehrenamtlern im Haus“. 

Denn mit seinem freiwilligen Dienst für die Gesellschaft geht auch Verzicht einher: Lehrgänge, Dienste oder Einsätze summieren sich zu Stunden, die die Familie nicht zusammen verbringen können. 

„Aber wir alle wissen, wofür wir das letztendlich tun.“


Wie aus Zögern Engagement wurde

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René Kloberdanz

Bevor er sich vor knapp vier Jahren dazu entschied, der Freiwilligen Feuerwehr beizutreten, hatte René längere Zeit gezögert. Zu groß war die Sorge, dass das eigene Wissen oder die Zeit für diese anspruchsvolle Aufgabe vielleicht doch nicht ausreichen könnten. 

Heute lautet Renés Rat an alle, die mit dem Gedanken spielen, selbst ein Ehrenamt zu übernehmen: 

„Selbstzweifel ausräumen und machen.“ 

Es gebe überall Möglichkeiten, sich zu engagieren und etwas für sich Passendes zu finden. 

Für ihn ist es mittlerweile selbstverständlich geworden, zwischen Job und Einsatzdienst zu wechseln. Das kann theoretisch auch mitten in einer Besprechung der Fall sein. „Wenn ein Alarm kommt, bin ich weg“, sagt der Arbeitsschutzexperte leicht schmunzelnd. 

Die bisherige Zeit bei der Feuerwehr hat ihn auf jeden Fall geprägt: Auch in stressigen Situationen einen kühlen Kopf bewahren, Entscheidungen unter Druck treffen, sich aufs Team verlassen können. Das sind Qualitäten, die er auch in seine Tätigkeit im Arbeitsschutz einbringt. Am Ende ist es genau diese Verbindung aus Prävention und Praxis, die René auszeichnet – als Fachkraft für Arbeitssicherheit, als Feuerwehrmann, als Ausbilder und als Teil des Teams.

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