BERND SCHAECHTERLE
Vom Kfz-Mechaniker zum maritimen Crew-Mitglied
Nach mittlerweile 22 Jahren kennt Bernd Schaechterle Bureau Veritas wie kaum ein anderer: Seine Reise bei BV Marine & Offshore hat 2001 begonnen. Seit 2008 ist er als Lead Surveyor im Einsatz und koordiniert am Standort Ulm mit seinem Team die Abnahme von Schiffsantrieben in Süddeutschland, Österreich, der Schweiz, Ungarn, Tschechien und der Slowakei. In seiner Führungsposition ist er vor allem für das regelmäßige Training seiner Crew zuständig. Den direkten Kontakt zu seinen Kunden lässt er sich dennoch nicht nehmen, wodurch wertvolle freundschaftliche Beziehungen entstanden sind.
Doch der Einstieg in die Schiffsbranche stand eigentlich nicht auf seiner Karriereplanung. „Ich wollte ursprünglich immer etwas mit Autos machen“, sagt Bernd Schaechterle und ergänzt: „Nach meinem Abitur habe ich eine Lehre zum Kfz-Mechaniker absolviert und im Anschluss Fahrzeugtechnik an der Hochschule Ulm studiert. Doch der damalige Einstellungsstopp in der Automobilbranche hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht.“ Es folgten berufliche Stationen in der Kläranlagenverfahrenstechnik, der Kunststofftechnik und im Schaltschrankgehäusebau.
Doch dann kam die Idee vom Motorbootführerschein. Schaechterle erinnert sich: „Da das Internet damals noch in den Kinderschuhen steckte, hat meine Frau nach Möglichkeiten in der Nähe des Bodensees Ausschau gehalten. Zurück kam sie jedoch mit etwas anderem … einer Stellenanzeige als Besichtiger von der Firma Bureau Veritas.“ Und so hat der heutige Lead Surveyor bei der Klassifikationsgesellschaft angeheuert: „Ganz unter uns – den Bootsführerschein habe ich bis heute nicht gemacht. Zudem werde ich sehr leicht seekrank. Daher bin ich froh meine Arbeit an Land ausführen zu können.“
Ab und zu führt ihn sein Weg dennoch an Bord eines Schiffes. Gemeinsam mit seiner Familie fuhr er zum Beispiel mit dem Dreimaster-Gaffelschoner „Großherzogin Elisabeth“ von Elsfleth nach Hamburg. „Das war ein wahres Abenteuer. An dem Tag herrschte Windstärke 10, was das Segelschiff vor eine ziemliche Herausforderung stellte. Der Motor war zu klein für diese Wetterverhältnisse und ein Segel hat es leider auch zerrissen. Nicht nur ich wurde bei den stürmischen Wellen seekrank, auch die Crew zwang es in die Knie. Mit der Elbe haben wir dann aber wieder sicheres Fahrwasser erreichen können.“ Auch wenn er wohl selbst kein Seebär mehr werden wird, war es ein aufregendes Ereignis für die ganze Familie.
Und die Familie steht bei ihm immer an erster Stelle. „Mein Beruf ist sehr abwechslungsreich, spannend und bringt immer neue Herausforderungen mit sich. Aber Stress lässt sich leider nicht ganz vermeiden. Umso wichtiger ist es, eine gute Work-Life-Balance zu schaffen und das Wesentliche nicht aus dem Auge zu verlieren“, betont der Lead Surveyor. Daher trifft man ihn privat entweder beim Bouldern, im Fitnessstudio oder im Kreise seiner Oldtimer, die er zurzeit restauriert – und so seiner Kfz-Liebe weiterhin treu bleiben kann. Zudem fühlt er sich auf den Skipisten dieser Welt genauso wohl wie in seinem Wohnmobil.
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