Technische Innovationen für mehr Genauigkeit: Sowohl im Fußball als auch bei Inspektionen

04/07/18

Bei keiner Weltmeisterschaft zuvor kamen so viele technische Hilfsmittel zum Einsatz wie bei der WM 2018 in Russland: Videoschiedsrichter, Torlinientechnik oder virtuelle Abseitslinien sollen für eine fairere Weltmeisterschaft sorgen - und bisher taten sie das auch! Laut Pierluigi Collina, Chef der FIFA-Schiedsrichter-Kommission, lag die Quote der richtigen Entscheidungen bei dieser WM bisher bei 99,3 Prozent - das grenzt nahezu an Perfektion. 


Besonders auffällig dabei ist allerdings, dass das Turnier in Russland bereits jetzt die WM mit den meisten Strafstößen ist. Bisher lag der Rekord bei 18 Strafstößen bei den Weltmeisterschaften 1990 in Italien, 1998 in Frankreich und 2002 in Südkorea und Japan. Bei der jetzigen WM sind es bis heute (Stand 04.07.2018) mit bereits 28 Strafstößen deutlich mehr als bei allen anderen Weltmeisterschaften. Insgesamt gab es bei 15 der 28 gegebenen Strafstößen einen vorherigen Kontakt mit dem Videoassistenten. Scheinbar decken die Videoschiedsrichter einige Vergehen im Strafraum auf, die den "normalen" Unparteiischen verborgen bleiben. 



Allerdings wurden Dank der Videoassistenten auch fälschlicherweise gegebene Elfmeter zurückgenommen. Wie beispielsweise im Spiel Brasilien gegen Costa Rica, bei dem sich Neymar bei kleinster Berührung des Gegenspielers theatralisch fallen ließ und der Schiedsrichter Björn Kuipers sofort auf den Elfmeterpunkt zeigte. Der Referee schaute sich die Szene anschließend im Videobeweis an und nahm seine Entscheidung zurück. 


Aber auch die Torlinientechnik und die virtuelle Abseitslinie sorgen für mehr Fairness bei der WM 2018. So wurde in der Begegnung Australien gegen Frankreich ein Lattentreffer von Paul Pogba, der nur ganz knapp hinter die Torlinie sprang, korrekterweise anerkannt. Und im Spiel Spanien gegen Marokko ein zunächst abgepfiffenes Abseitstor durch anschließende Auswertung mit Hilfe der virtuellen Abseitslinie doch noch gewertet. 


Doch was haben die bei der WM 2018 eingesetzten technischen Hilfsmittel eigentlich mit modernen industriellen Prüf-Technologien gemeinsam? Genauso wie die technischen Hilfsmittel bei den Schiedsrichterentscheidungen für mehr Genauigkeit sorgen, tragen moderne Technologien dazu bei Prüfungen und Inspektionen noch genauer und damit qualitativ noch besser zu machen. Dabei wird bei modernen Prüfungen zwar nicht auf Videoschiedsrichter, virtuelle Abseitslinien oder Torlinientechnik gesetzt, aber die eingesetzten Technologien haben mehr Parallelen zu denen der Fußball WM als man glauben mag.



3D-Modelling & Virtuelle Abseitslinie


Die Einsatzmöglichkeiten für das 3D-Modelling sind im Bereich der modernen Bauteilprüfungen oder bei der Inspektion von Industrieanlagen äußerst vielfältig. Denn 3D-Modelle unterstützen dabei Betriebssimulationen durchzuführen und so beispielsweise Schwachstellen an Bauteilen frühzeitig zu identifizieren, komplexe Baupläne zu visualisieren oder dreidimensionale Vermessungen durchzuführen. Die Genauigkeit heutiger 3D-Modelle ist dabei als sehr gut zu bewerten. Die 3D-Modelle können mit digitalen Daten angereichert werden und bieten so die Möglichkeit für weiterführende Analysen. 




Ähnlich wie bei industriellen 3D-Modellen handelt es sich bei der virtuellen Abseitslinie um ein computergeneriertes Modell im dreidimensionalen Raum. Auf Basis der Videobilder des Spielfeldes und unter Berücksichtigung des Betrachtungswinkel der Kamera berechnet eine komplexe Software in nahezu Echtzeit eine virtuelle Abseitslinie, die am Monitor des Videoschiedsrichters auf das Spielfeld projiziert wird und somit für mehr Genauigkeit bei der Abseitsentscheidung sorgt. 



Drohnen-Inspektion & Torlininentechnik


Bei kamerabasierten Torlinientechniksystemen kommen 6 bis 8 Hochgeschwindigkeitskameras zum Einsatz, die den Torraum aus verschiedenen Blickwinkeln beobachten und so die exakte Position des Balls berechnen können. Sollte der Ball die Torlinie in vollem Umfang überqueren, so bekommt der Schiedsrichter innerhalb von 1 Sekunde die Rückmeldung über das erzielte Tor. 




Genau wie bei der Torlinientechnik Hochleistungskamerasysteme eine zentrale Rolle spielen, so werden auch bei der Drohnen-Inspektion modernste Kameratechniken mit optischen, thermalen oder Infrarot-Sensoren eingesetzt. Die Einsatzmöglichkeiten von Drohnen-Inspektionen sind äußerst vielfältig. So können beispielsweise Inspektionen für industrielle Anlagen, Gebäude & Kamine, On- und Offshore Windkraftanlagen oder Stromtrassen relativ kostengünstig durchgeführt werden. Die eingesetzten Kameras ermöglichen eine äußerst detaillierte Betrachtung von Stellen, die sonst nur schwer erreichbar sind. Darüber hinaus haben sie den Vorteil, dass das Bildmaterial unmittelbar digital gespeichert und ausgewertet werden kann. 



Digitale Inspektion & Videoschiedsrichter


Während der gesamten Weltmeisterschaft befindet sich der Videoschiedsrichter zusammen mit seinem Team im internationalen Sendezentrum in Moskau. Unabhängig davon ob das Spiel direkt im Luschniki-Stadion in Moskau oder im 1.700 Kilometer entfernten Zentralstadion in Jekaterinburg stattfindet, hat der Videoschiedsrichter die Möglichkeit aus der Ferne das Spielgeschehen zu überwachen und einzugreifen. 


Ähnlich wie der Videoschiedsrichter diese Möglichkeiten hat, so sorgen neue Technologien im Bereich der digitalen Inspektion zukünftig dafür, dass beispielsweise Industrieanlagen aus der Ferne überwacht und gewartet werden können. Grundlage für die Fernwartung von Industrieanlagen sind Sensoren, die die Daten von einzelnen Bauteilen in Echtzeit erfassen und an ein virtuelles Modell weitergeben - den sogenannten digitalen Zwilling. Dieser digitale Zwilling stellt eine realitätsnahe Kopie der Industrieanlage dar und macht es möglich die Anlage zu überwachen oder Prozesse zu simulieren. So können erhöhte Ausfallsrisiken frühzeitig vorhergesagt und notwendige Wartungsprozesse eingeplant werden. Besonders für große und aufwendig zu wartende Anlagen macht die digitale Inspektion besonders viel Sinn - denn so können Kosten durch aufwendige Inspektionsarbeiten, wie beispielsweise an Offshore-Windanlagen, minimiert werden. 


Mit Hilfe von 3D-Modelling, Drohnen-Inspektionen, predictive Analytics und der digitalen Datenauswertung kann die Genauigkeit von Prüfungen & Inspektionen zukünftig weiter verbessert und somit die Qualität und Lebensdauer von Anlagen, Maschinen und Gebäuden erhöht werden. Aktuell klingen einige dieser Möglichkeiten zwar noch nach Zukunftsmusik, doch bereits in den nächsten Jahren werden moderne Technologien die Inspektion zunehmend erleichtern und zahlreiche Vorteile für Betreiber bieten. 



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