Verbraucherschutz veröffentlicht Überblick zu technisch vermeidbaren Gehalten an Schwermetallen in Kosmetik

21/12/16

November 2016: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit veröffentlicht aktuellen Überlick zu technisch vermeidbaren Gehalten an Schwermetallen in kosmetischen Mitteln

Die in Anhang II der Kosmetik Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 gelisteten Stoffe sind in kosmetischen Mitteln verboten. Dazu zählen Schwermetalle wie Blei, Cadmium, Arsen und Antimon und ihre Verbindungen sowie Quecksilber und seine Verbindungen, sofern letztere nicht als Konservierungsstoffe eingesetzt sind. Die unbeabsichtigte Anwesenheit kleinerer Mengen, welche aus Verunreinigungen, dem Herstellungsprozess oder durch Migration aus der Verpackung stammen können und auch bei guter Herstellungspraxis technisch nicht vermeidbar bleiben, sind nach Artikel 17 der Verordnung erlaubt, wenn die Sicherheit des Produktes bei normaler oder vernünftigerweise vorhersehbarer Verwendung nachwievor gewährleistet ist..


Hersteller von kosmetischen Mitteln sollten bei der Entwicklung ihrer Produkte nach dem Vorsorgeprinzip vorgehen und ihrer Sorgfaltspflicht gegenüber Verbrauchern nachkommen. Oft gelangen Schwermetalle über verunreinigte Rohstoffe in das Produkt und werden ihm nicht gezielt zugesetzt. Gerade diese Substanzen sind für den menschlichen Organismus gesundheitsschädlich bzw. giftig, da sie nicht abgebaut werden können.

Bereits 1985 wurden vom damaligen Bundesgesundheitsamt (BGA) technisch vermeidbare Schwermetallgehalte für kosmetische Fertigprodukte empfohlen.1 Inzwischen sind diese Werte allerdings überholt und wurden dem aktuellen Stand der Technik angepasst.

Häufig werden erhöhte Schwermetallgehalte in Puder- und Cremeprodukten, dekorativer Kosmetik und Zahnpasten gefunden, da diese hohe Anteile an anorganischen bzw. mineralischen Bestandteilen enthalten. Zulässig sind Schwermetalle jedoch nur, sofern sie aus den kosmetischen Mitteln vollständig oder so weit wie möglich entfernt werden, so dass die darin enthaltenen Reste als technisch unvermeidbar oder technologisch unwirksam in gesundheitlich unbedenklichen Mengen vorhanden sind.

Das BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) bestimmte in den Jahren 2010 bis 2012 während eines Monitorings die Gehalte an Blei, Cadmium, Quecksilber, Arsen und Antimon in 1735 Proben aus den Produktgruppen Babypuder, Lippenstift, Lippenrouge, Lippenpuder, Lippenkonturenstift, Mascara, Eyeliner, Kajal, Lidschatten, Make-up, Tönungscreme, Camouflage, Rouge, Theater-, Fan- und Karnevalsschminke, Zahncreme sowie Kinderzahncreme entsprechend der standardisierten Aufschlussmethode.2


Tabelle 1: Zukünftig werden die folgenden Schwermetallgehalte in kosmetischen Mitteln als technisch vermeidbar angesehen




Die Ergebnisse der BVL-Untersuchung zeigten, dass die BGA-Richtwerte der technischen Unvermeidbarkeit mittlerweile häufig unterschritten werden und nicht mehr zeitgemäß sind. Daher erfolgte eine Neuberechnung der statistischen Kennzahlen, die sich in den neuen Grenzwerten (siehe Tabelle 1) wiederspiegeln.

Sollten Spuren eines dieser Schwermetalle über den in Tabelle 1 genannten Werten liegen, muss im Sicherheitsbericht des kosmetischen Mittels darauf eingegangen werden und der Nachweis erbracht werden, dass diese für den Verbraucher ungefährlich sind.

Zusätzlich empfiehlt das BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung), die Schwermetallgehalte über die Reinheit der jeweiligen Ausgangsstoffe (Tabelle 2) zu regeln.3


Tabelle 2: Reinheitsanforderungen der Rohstoffe (Farbstoffe) zur Herstellung von kosmetischen Mitteln




Neben einer guten Herstellungspraxis sollte deshalb auch auf eine sorgfältige Auswahl der Rohstoffe geachtet werden. Andernfalls kann davon ausgegangen werden, dass die Reihnheitsanforderungen an den Rohstoff nicht erfüllt sind.

 


Quellen

1BGA (1985) Mitteilungen des Bundesgesundheitsamtes: "Technisch vermeidbare Gehalte von Schwermetallen in kosmetischen Erzeugnissen", Bundesgesundheitsblatt 28 (7), 216

2BVL Monitoring Berichte 2011-2013:

http://www.bvl.bund.de/DE/08_PresseInfothek/04_Publikationen/03_Berichte/infothek_berichte_node.html

3BfR (2006): "Kosmetische Mittel: BfR empfiehlt Schwermetallgehalte über Reinheitsanforderungen der Ausgangsstoffe zu regeln", Stellungnahme Nr. 025/2006



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