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Einhaltung von Qualitätsmanagementstandards als entscheidender Wettbewerbsfaktor in der Luftfahrtindustrie

Jan. 6 2020

Noch nie war die Nachfrage nach Flugreisen so hoch wie heute: der weltweite Tourismus-Boom lässt die Produktion von Flugzeugen exponentiell ansteigen. Derzeit befindet sich der Auftragsbestand kommerzieller Flugzeuge mit mehr als 14.000 Maschinen auf einem internationalen Rekordhoch. Das bewegt Hersteller, Betreiber und Zulieferer zum Umdenken – insbesondere wenn es darum geht, wettbewerbsfähig zu bleiben. Dabei ist der Nachweis höchster Qualitäts-, Gesundheits- und Sicherheitsstandards das A und O.

Im vergangenen Jahr übertraf das Wachstum des Flugverkehrs mit einem signifikanten Anstieg von 280 Millionen Flügen die Prognosen bei weitem. Da der Trend nicht nachlässt, hat der Luftfahrtriese Airbus kürzlich bereits eine Verdopplung der eingesetzten Verkehrsflugzeuge in den nächsten 20 Jahren auf weltweit 48.000 vorausgesagt. Gleichzeitig wird dieses Wachstum mit hoher Wahrscheinlichkeit einen rasanteren Übergang zu neuen Technologien im Bereich der saubereren Flugzeuge, der Digitalisierung und der Erweiterung von Produktionskapazitäten mit sich bringen.

Vor diesem Hintergrund erinnert Bureau Veritas als führender Compliance-Partner die Branche daran, ihr Qualitätsmanagement und ihre Best Practices auf dem neuesten Stand zu halten - insbesondere im Hinblick auf die bevorstehenden Änderungen der AS9104/1 - Anforderungen an die Zertifizierungsprogramme für Qualitätsmanagementsysteme in der Luft- und Raumfahrt und im Rüstungsbereich.

„Es ist keine Überraschung, dass unser kollektives Fernweh zu immer mehr Auslandsurlauben und gleichzeitig zu einem beispiellosen Wachstum in der Luftfahrtbranche führt“ sagt Trevor Douce, International Aerospace Business Director bei Bureau Veritas. „Obwohl dies eine aufregende Zeit für die Branche ist, in der eine Fülle von neuen Technologien entsteht, bedeutet eine größere Verpflichtung zur Qualität auch, dass für viele OEMs und Zulieferer die Einhaltung von Best Practices ein klarer Vorteil gegenüber der Konkurrenz und der Schlüssel zur Teilhabe an diesem florierenden Markt ist.“

„Wir haben bereits jetzt anstehende Änderungen der wichtigsten Vorschriften im Auge, um Unternehmen bei der Implementierung unterstützen zu können“, ergänzt Douce. „Darunter fällt auch die Aktualisierung auf AS9104/1 inklusive überarbeiteter Auditplanungsverfahren. Gerade in der Luft- und Raumfahrtindustrie - wo viele Vorschriften mit anderen Standards integriert sind – ist es wichtig, mit einer Zertifizierungsstelle zusammenzuarbeiten, die nicht nur die erforderlichen Zertifizierungsebenen, sondern auch die breitere Branchenlandschaft versteht. Letztendlich wird eine gut durchdachte Strategie mit robusten Auditverfahren eine Schlüsselkomponente sein, um Unternehmen effizient in die Zukunft der Luftfahrt zu führen.“

Die Neuveröffentlichung von AS9104/1 wird voraussichtlich eine Reihe von Änderungen mit erheblichem Einfluss auf die aktuellen Auditierungsprozesse beinhalten. So könnte beispielsweise die Einführung von zwei neuen Zertifizierungsstrukturen nach IAF MD5 - bestehend aus jeweils einer Struktur für Mehrfach- und Einzelstandorte - die Auditierungsdauer für Campus-Organisationen um bis zu 20% erhöhen. Darüber hinaus muss die neue Risikobewertung und die Neuberechnung der Auditmanntage künftig vor jedem Audit durchgeführt werden, um Änderungen in der zertifizierten Organisation berücksichtigen zu können.

Als weltweit größte Zertifizierungsstelle der Luft- und Raumfahrtindustrie bietet Bureau Veritas umfangreiche Dienstleistungen für alle Akteure entlang der Wertschöpfungskette an: von der Konstruktion und Entwicklung von Komponenten, Flugzeug- und Triebwerksherstellern (OEMs) bis hin zu Betreibern von Wartungs- und Reparaturarbeiten, Händlern und den Endverbrauchern.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf unserer Seite für Zertifizierungen für die Luft & Raumfahrtindustrie